Massenfunde in archäologischen Sammlungen

(Forschungsprojekt 2008 – 2011)

Archäologische Nassholz- und Eisenfunde bilden zwei problembeladene Gruppen innerhalb der archäologischen Materialien, da sie sofort nach ihrer Entnahme aus dem Boden anfangen, sich zu verändern und Schaden zu nehmen. Bis zur weiteren Behandlung wird meist der sehr schnell fortschreitende Zerfall der Objekte durch eine möglichst sachgerechte Lagerung zu minimieren versucht.

Diese Schäden sind meist irreversibel und daher zu vermeiden. Es gibt durchaus einige bekannte Lösungsansätze für diese Probleme, jedoch fehlten bisher ein umfassender Vergleich und eine kritische, objektive Evaluierung der Methoden, besonders im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit bei großen Fundmengen. Hier setzte das Projekt »Massenfunde in archäologischen Sammlungen« an. Im Rahmen des Projektes wurden keine neuen Konservierungsmethoden entwickelt. Vielmehr wurden bestehende Methoden in Hinsicht auf Effektivität, Aufwand und Kosten miteinander verglichen.

Ziel des Projektes ist es, einen Leitfaden für den Umgang mit Massenfunden archäologischer Eisen- und Feuchtholzfunde zu entwickeln, um Restauratoren und Archäologen bei fachlichen Entscheidungen zu unterstützen.

Projektteilnehmer waren die Archäologische Staatssammlung in München (ASS) und das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz (RGZM). Dabei widmete sich die ASS dem Bereich »Eisenfunde« während am RGZM der Bereich »Archäologisches Nassholz« bearbeitet wurde. Geleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Gebhard (ASS) und Prof. Dr. Egg (RGZM). Eine 3-jährige finanzielle Förderung des Projektes erfolgte durch die Kulturstiftung des Bundes, von 15.04.2008 bis 31.12.2011 im Rahmen des »Programms zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut« (KUR).


gefördert im KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut