Der Bereich Nassholzkonservierung

Der Bereich Nassholzkonservierung des KUR-Projektes, der am RGZM durchgeführt wird, setzt sich zum Ziel, die bestehenden, unterschiedlichen Verfahren zur Versorgung und Konservierung archäologischer Feuchtholzfunde zu vergleichen, die aus den Versuchsreihen hervorgegangenen Ergebnisse zu bewerten und abschließend zu publizieren. Für die Untersuchungen werden derzeit Probereihen der gängigsten unterschiedlichen Nassholzkonservierungsverfahren an den jeweils dafür spezialisierten, unterschiedlichen Institutionen hergestellt und für Analysen zur Verfügung gestellt. Die im Einzelnen beteiligten Institutionen sind: Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege Zossen, die Archäologische Staatssammlung München und das Dänische Nationalmuseum Kopenhagen für die »PEG-Konservierung«, das Schweizerische Landesmuseum Zürich für die »Alkohol-Äther- Methode«, das RGZM für die »Kauramin-Methode«, das Sächsische Landesamt für Archäologie Dresden für die Zuckerkonservierung und die Texas University für die »silicone oil conservation«. In Zusammenarbeit mit Kollegen des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und des Schweizerischen Landesmuseums wurden zunächst Parameter für einen Vergleich der unterschiedlichen Konservierungsmethoden festgelegt:


Es wurden bisher ca. 800 Proben vorbereitet und fotografiert. Die Ergebnisse des Projektes sollen auf einer abschließenden Fachtagung mit Vorträgen, in zusammenfassenden Publikationen sowie durch eine Studioausstellung nach Projektabschluss vorgestellt werden. Eine Internetpräsentation mit Informationen über die angewandten Konservierungsmethoden, einer umfassenden Bilddatenbank aller Probehölzer und den abschließenden Resultaten ist derzeit im Aufbau. Sie wird Fachkollegen und interessierten Laien die Möglichkeit bieten, Konservierungsergebnisse eigenständig zu beurteilen und Lösungswege für spezifische Probleme der Nassholzkonservierung aufzeigen.

Markus Wittköpper, Waldemar Muskalla